Praxisklinik Neurochirurgische Gemeinschaftspraxis Offenbach am Main / Hanau / Friedberg

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Behandlungserläuterung:
Das Sulcus-Ulnaris-Syndrom

Ursachen, Auswirkungen und Symptome: Der Nervus ulnaris verläuft am Arm zunächst zwischen den inneren Oberarmmuskeln. Am Ellenbogen biegt er dann in einer knöchernen Rinne in den Unterarm ein, wo er wieder im Knochen verschwindet. Wenn der Ellenbogen-Nerv (N. ulnaris) bei seinem Verlauf durch die Rinne im Bereich des Ellbogengelenkes zum Beispiel durch eine Sehen oder einen Muskel eingeklemmt wird oder aus dieser Rinne heraus rutscht und ständig über den Knochen scheuert, kann ein so genanntes Sulcus-Ulnaris-Syndrom entstehen. In der Praxis ist dies die häufigste Lokalisation für eine Einklemmung dieses Nerven.

Das Beschwerdebild ist eigentlich sehr typisch, es wird allerdings oft mit einer Erkrankung der Halswirbelsäule verwechselt. Das Sulcus-Ulnaris-Syndrom verläuft fast immer schmerzarm, die Patienten geben eine typische, zunächst temporäre, später dauerhafte Gefühlsstörung im Bereich des Kleinfingers und des Handballens an, oft auch noch an der Hälfte des Ringfingers.

Bei weiterem Fortschreiten kommt es zu einer Schwäche der kleinen Handmuskeln, welche vor allem bei der Feinmotorik auffällt und bei aufmerksamer Betrachtung sieht man auch einen Muskelschwund (die Hand wirkt im Seitenvergleich etwas „knochiger“).

Allerdings ist die Halswirbelsäule stets schmerzfrei beweglich und es finden sich keine von ihr in den Arm ausstrahlenden Nervenschmerzen.

Verlauf: Durch vorübergehende Ruhigstellung des Armes mit einer Schiene oder aber Vermeidung von Druck auf den Ellenbogen können sich die Symptome wie Kribbeln oder ein leichtes Taubheitsgefühl fast immer vollständig zurückbilden. Dies sollte jedoch innerhalb von vier bis sechs Wochen stattfinden.

Halten die Beschwerden länger an, gehen sie häufig in leichte Schmerzen verbunden mit stärkerer Taubheit und zunehmenden Lähmungen über. Dies wäre Grund genug, dem Patienten eine operative Vorgehensweise anzuraten.

Diagnostik: Zur Bestätigung der Diagnose erfolgt dann noch eine neuro-elektrophysiologische Untersuchung mit Messung der Nervenleitgeschwindigkeit (bei einem Neurologen oder Neurochirurg).


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