Praxisklinik Neurochirurgische Gemeinschaftspraxis Offenbach am Main / Hanau / Friedberg

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Behandlungserläuterung:
Carpaltunnel

Allgemeines: Häufig führen Beschwerden, wie nachlassende Kraft in den Händen, Einschlafgefühle in den Fingern bei Tag und auch bei Nacht, sowie Unsicherheiten bei feinmotorischen Arbeiten mit den Händen die Patienten zum Arzt. Oft werden die Beschwerden dann auf Verschleißerscheinungen zurückgeführt und zum Teil auch ohne Erfolg medikamentös behandelt. Bei diesem sogenannten Carpaltunnel-Syndrom ist ein wichtiger Nerv im Bereich des Handgelenkes unter Druck geraten und funktioniert deshalb nicht mehr richtig. Die ersten Folgen sind Gefühlsstörungen in den Fingern, Elektrisieren, brennende Schmerzen auch in Ruhe und sogar nachts, nächtliches Schwellungsgefühl, Morgensteife der Hände, Unsicherheit beim Greifen oder Halten. Der Name der Schädigung (Carpaltunnel-Syndrom) leitet sich vom Ort des Geschehens her, da mit Carpus der gelenkige Teil zwischen Hand und Unterarm bezeichnet wird und hier eine Längsrinne gemeint ist, die sich durch die Handwurzelknochen, die am Unterarm ansetzen, gebildet wird. Diesen knöchernen Kanal überspannt ein festes Band, das sogenannte Handwurzelband, dieses deckt den Nerv und die Sehnen von oben unter der Haut ab. Beim sogenannten Carpaltunnel-Syndom kommt es durch verschiedene Umstände zu einer Verdickung und Verhärtung des Bandes, was unweigerlich zu einem Druck auf den Nerven führt und die genannten Störungen verursachen kann.

Typische Befunde: Manchmal kann es nach einer Verstauchung oder Überanstrengung zu diesen Erscheinungen kommen, oft auch bei Patienten mit einer Stoffwechselerkrankung wie z.B. Zuckerkrankheit, Rheuma oder Gicht, in deren Folge sich das Bindegewebe und damit auch das Handwurzelband verdickt und auf den Nerven drückt. Oftmals sind auch Wasseransammlungen im Gewebe ein Grund für die Verdickung des Bandes, so zum Beispiel während bzw. nach einer Schwangerschaft,- bei diesen Patientinnen bilden sich die Symptome oftmals wieder von alleine zurück. Allgemein sind aber Frauen von dieser Erkrankung viermal häufiger als Männer betroffen, der Altersgipfel liegt über 50 Jahren.

Diagnostik: In aller Regel kann die Diagnose, ob der Handnerv eingeklemmt ist, beim Neurologen mit einer Nervenmessung des Handnerven festgestellt werden, wobei hier nach Feststellung der Schwere der Nerveneinklemmung über die Art der Behandlung richtungsweisend Auskunft gegeben werden kann, insbesondere ob operiert werden soll oder ob noch eine konservative, also nicht operative Behandlung, möglich ist.


Therapie:

Konservativ: Wenn festgestellt werden kann, daß die Einklemmung des Handnerven nur leicht ist und die Beschwerden nicht schwer ausgeprägt sind, kann unter Umständen mit einer Schienung der Hand und mit der Einnahme entzündungshemmender Medikamente die Krankheit gebremst werden. Zusätzlich kann versucht werden, in seltenen Einzelfällen, die entzündungshemmenden Mittel direkt in den Carpaltunnel einzuspritzen.

Operative Behandlung: Wenn es nicht gelingt, mit den oben beschriebenen Methoden die Beschwerden zu bessern, oder wenn die Symptome allmählich immer mehr zunehmen ( was in den allermeisten Fällen so ist ), muß operativ vorgegangen werden, um bleibende neurologische Ausfälle zu verhindern. (Die offene Operation des Carpaltunnel-Syndroms)

Vorteile: Nach der operativen Behandlung kann die Hand nach Abheilen der Operationswunde wieder uneingeschränkt und schmerzfrei bewegt werden. Insgesamt bestehen sehr gute Aussichten für alle Patienten nach dem operativen Eingriff in relativ kurzer Zeit wieder vollständig gesund zu werden. Die Rückfallquote nach der Operation ist sehr niedrig, weniger als ein halbes Prozent. Die für diese Operation typischen Risiken sind denen anderer operativer Eingriffe ähnlich, also Entzündungen oder kleine Blutergüsse. Nervenverletzungen oder Entzündungen des Nerven sind dabei extrem selten.


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